Vorträge

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Donnerstag, 28. März 2019, 18 Uhr

Prof. Dr. Hilmar Klinkott (Kiel)

Die griechischen 'Staatsverträge' mit den Persern - ein historisches Phantom?


 

Die sogenannten Staatsverträge, die griechische Gemeinwesen seit der Zeit der Perserkriege mit dem Achaimenidenreich geschlossen haben, sind bislang ein zentrales Element, an dem Einflußsphären, Stärke und Schwäche der 'Griechen' wie auch der 'Perser' bemessen werden. Der Kallias-Friede als Höhepunkt des attischen Kampfes gegen die vermeintlich östliche Bedrohung wie auch der Antalkidas-Friede, der auch als 'Königsfriede' bekannt ist und den Gipfel der großköniglich-persischen Macht symbolisiert, sind solche Marksteine, die gerne zu eine Beurteilung des Achaimenidenreiches grundsätzlich herangezogen werden. Allerdings erfolgte diese meist ausschließlich aus einer westlichen, griechischen Perspektive. Der Vortrag widmet sich nun stattdessen verstärkt der östlichen, achaimenidischen Sichtweise auf dieses Phänomen, um zu klären, welche Wirksamkeit und Bedeutung die besagten 'Staatsverträge' für den Großkönig besessen haben. Nicht zuletzt ist damit grundsätzlich zu hinterfragen, inwieweit an dem bestehenden Bild der griechischen Persienpolitik festgehalten werden kann.    


Hilmar Klinkott ist Professor für Alte Geschichte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Einer seiner Forschungsschwerpunkte liegt im Bereich des hellenistischen Ostens und in der Geschichte des achaimenidischen Perserreiches sowie in dessen Beziehungen zur griechischen Welt.

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Donnerstag, 11. April 2019, 18 Uhr 

Dr. Birgit Bergmann (Regensburg)

Das größte Waffenarsenal der Antike? Kriegsweihungen in Delphi und Olympia

Wer einmal das Glück hat, das Bronzemagazin in Olympia besichtigen zu dürften, wird von den zahlreichen Waffen, die dort aufbewahrt werden, regelrecht erschlagen. Wie Hans-Volkmar Herrmann bereits 1972 völlig zu Recht feststellte, „beherbergt Olympia heute in den Ausstellungsräumen und Magazinen seines Museums das größte antike Waffenarsenal, das es überhaupt gibt“. Diese moderne Ausnahmestellung des Zeusheiligtums, was die Waffenweihungen anbelangt, wird in der Forschung gerne auch auf die Antike übertragen, so dass die Annahme, dass Olympia in archaischer und klassischer Zeit mehr Waffen erhalten hat, als jedes andere griechische Heiligtum, weit verbreitet ist. Im Rahmen des Vortrages soll diese Überzeugung hinterfragt werden, indem die olympischen Kriegsweihungen (und zwar nicht nur die Waffen) denen des Apollonheiligtums von Delphi, das dem Zeusheiligtum an Alter, Größe und Bedeutung unmittelbar vergleichbar ist, gegenübergestellt werden.

Birgit Bergmann ist Akademische Oberrätin am Institut für Klassische Archäologie der Universität Regensburg und forscht momentan zu Krieg im archaischen und klassischen Griechenland. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen darüber hinaus im Bereich der antiken Ikonographie und insbesondere auf der Erforschung des antiken Porträts.

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Das vollständige Vortragsprogramm können sie hier downloaden: Leitet Herunterladen der Datei einJanuar bis April

Alle Veranstaltungen finden -wenn nicht anders angegeben- in der Antikensammlung
bzw. im Vortragssaal der Kunsthalle zu Kiel statt

 

 

Vortragssaal, Kunsthalle zu Kiel

Düsternbrooker Weg 1, 24105 Kiel

 

Eintritt

Mitglieder der Freunde der Antike: frei

Nichtmitglieder: € 2,50

Studenten/Schüler: € 1,00

Beginn: 18.00 Uhr (wenn nicht anders angegeben)