Vorträge

 

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Liederabend

Donnerstag, 16. Mai 2019, 20 Uhr 

Liederabend mit Werken von Otto Jahn und Johannes Brahms

Anne-Beke Sontag, Mezzosopran
Vera-Carina Stellmacher, Klavier

Der Philologe und Musikwissenschaftler Otto Jahn (1813–1869) war zusammen mit Peter Wilhelm Forchhammer federführend an der Begründung der Antikensammlung beteiligt. Jahn hielt mit die ersten archäologischen Übungen ab, die in Deutschland stattfanden. Er verfasste jedoch auch eine Mozart-Biographie und komponierte. Im Zentrum des Liederabends steht seine Vertonung von neun Liedern aus Klaus Groths „Quickborn. Volksleben in plattdeutschen Gedichten“.

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Donnerstag, 06. Juni 2019, 18 Uhr 

Prof. Dr. Valentin Kockel (Augsburg/Wiesbaden):

Maßstäbliche Ruinen „for instruction and delight“. Die Bedeutung von Korkmodellen für die Kenntnis antiker Architektur im 18. und 19. Jahrhundert

Teil der Sonderausstellung „Antike im Druck – zwischen Imagination und Empirie“ sind zwei Korkmodelle der Museumslandschaft Hessen Kassel von Antonio Chichi (1743–1816). Als ganz besondere Objekte sind Korkmodelle von antiken Monumenten untrennbar verbunden mit dem europäischen Grand Tour des 18. und 19. Jhs. Die Phelloplastik (phellos = Kork) zeichnet sich durch ihre Detailgetreue aus und vermochte es, nicht nur ein präzises Bild der Wirklichkeit zu vermitteln, sondern auch Stimmungen zu erzeugen und Erinnerungen aufzurufen.

Valentin Kockel war bis 2014 Professor für Klassische Archäologie an der Universität Augsburg. Einer seiner Forschungsschwerpunkte liegt auf dem Nachleben der Antike zwischen dem 17. und 19. Jh. und er gehört dabei zu den besten Kennern der Phelloplastik.

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Donnerstag, 20. Juni 2019, 18 Uhr 

Prof. Dr. Patric-Alexander Kreuz (Kiel)

Vielfalt im Verborgenen. Annäherungen an römische Stadtbilder Norditaliens

 

Der Beginn römischer Herrschaft bedeutete für die Gebiete Norditaliens eine Epoche intensiver Urbanisierung. Koloniegründungen, indigene Zentren und kleinere Siedlungen entwickelten sich in den Folgejahrhunderten dynamisch und sind aus zahlreichen, wenn auch nur ausschnitthaften Befunden vergleichsweise gut bekannt. Das spezifische Erscheinungsbild dieser Städte ist dagegen eine bislang unterthematisierte Kategorie ihrer archäologischen Bewertung. Der Vortrag wird eine Annäherung an noch greifbaren Facetten dieser Kategorie römischer Urbanistik unternehmen.

Patric-Alexander Kreuz ist Professor für Urban Archaeology an der Abteilung Klassische Archäologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im römischen Italien und im griechischen Osten.

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Donnerstag, 04. Juli 2019, 18 Uhr

Dr. Alexander Heinemann (Tübingen)

Eine Geburt der Archäologie aus dem Geiste des Kupferstichs. Giovanni Battista Piranesis rekonstruierter Plan des Marsfelds

 

Die Sonderausstellung "Antike im Druck – zwischen Imagination und Empirie" zeigt den monumentalen Marsfeldplan von Giovanni Battista Piranesi. Der 1757 entstandene, aus sechs Platten zusammengesetzte Plan bildet das Herzstück von Piranesis Campus Martius Antiquae Urbis und ist im Kontext der neuzeitlichen Druckgraphik der umfänglichste Versuch der Wiederherstellung eines antiken Stadtraums. Der phantastisch wirkende Plan ist keine befundgestützte Rekonstruktion, aber auch kein Akt künstlerischer Willkür. Piranesi greift auf unterschiedliche Quellen zurück, vervollständigt die lückenhafte Überlieferung jedoch zu etwas gänzlich Neuem. Der Vortrag geht den unterschiedlichen Strategien hinter Piranesis Werk nach.    


Alexander Heinemann ist Kustos der Gipsabguss- und Antikensammlung des Instituts für Klassische Archäologie der Eberhardt Karls Universität Tübingen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen besonders im Bereich der attischen Vasenmalerei und dem kaiserzeitlichen Rom und seinen Monumenten.

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Das vollständige Vortragsprogramm können sie hier downloaden:

Leitet Herunterladen der Datei einMai bis Juli

Alle Veranstaltungen finden -wenn nicht anders angegeben- in der Antikensammlung
bzw. im Vortragssaal der Kunsthalle zu Kiel statt

 

 

Vortragssaal, Kunsthalle zu Kiel

Düsternbrooker Weg 1, 24105 Kiel

 

Eintritt

Mitglieder der Freunde der Antike: frei

Nichtmitglieder: € 2,50

Studenten/Schüler: € 1,00

Beginn: 18.00 Uhr (wenn nicht anders angegeben)